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Videos zusammenfügen: Schritt-für-Schritt-Anleitung


Öffne den Video-Zusammenfüger, füge zwei oder mehr Clips hinzu, ordne sie und lege bei Bedarf Kürzungen, Übergänge, Bildformat und Musik fest. Prüfe die Zeile "Output:" (Ausgabe), klicke auf "Merge videos" (Videos zusammenfügen) und speichere mit "Download merged video" (Video herunterladen). Alles läuft im Browser - ohne Upload, Registrierung oder Wasserzeichen.


Schritt 1 - Tool öffnen

Öffne den Video-Zusammenfüger im aktuellen Chrome, Edge oder Desktop-Firefox oder in Safari ab 16.4. Das Tool lädt nur seinen eigenen Code, der danach im Cache liegt: etwa 0.7 MB beim ersten Vorschaubild oder Zusammenfügen, rund 1 MB mehr für AAC-Ton, wo dem Browser ein Encoder fehlt (etwa Safari vor 26), und etwa 31 MB für den Kompatibilitätsmodus. Laut Netzwerk-Tab der Entwicklertools wird weder ein Clip noch Musik noch das fertige Video hochgeladen. Vorab lesenswert: wann der Video-Zusammenfüger passt und wie er im Vergleich abschneidet.


Schritt 2 - Clips hinzufügen

Ziehe Dateien auf "Drop video clips here" (Clips hier ablegen) oder wähle mit "Choose videos" (Videos auswählen) mehrere auf einmal. Angenommen werden MP4, MOV, M4V, WebM, MKV, AVI und andere Videotypen, die dein Browser anbietet; was du später hinzufügst, kommt ans Ende der Leiste. Reine Audiodateien lehnt das Tool als Clip ab - nutze sie in Schritt 7 als Musik.

Jede Karte zeigt Vorschaubild, Dateinamen, gekürzte Dauer, Auflösung und Quer-, Hoch- oder Quadratformat. "Try two sample clips" (Beispielclips testen) lädt zwei winzige eingebaute Demos, eine quer und eine hochkant.


Schritt 3 - Clips ordnen

Die Clips laufen in der Reihenfolge der Karten nacheinander ab. Verschiebe eine Karte per Maus oder Finger an ihrem Vorschaubild oder mit "Move left" (nach links) und "Move right" (nach rechts). "Remove" (Entfernen) nimmt einen Clip heraus. "Merge videos" braucht mindestens zwei Clips.


Schritt 4 - Clips kürzen, drehen, stummschalten, ansehen

  • "Trim" (Kürzen) oder ein Tippen auf das Vorschaubild öffnet den Clip als Bildleiste mit einem Griff für den Anfang und einem für das Ende; beide bewegen sich in Schritten von 0.1 s, und die angezeigte Dauer ändert sich beim Ziehen mit.
  • "Mute" (Stummschalten) schaltet den Clip stumm, "Unmute" (Ton an) hebt das auf; wie Clips ohne Tonspur liefert er Stille, damit der Ton synchron bleibt.
  • "Rotate" (Drehen) dreht in dem Bereich, den "Trim" öffnet, den ganzen Clip um 90°, 180° oder 270° im Uhrzeigersinn; Vorschau, Bildleiste und Vorschaubild der Karte zeigen ihn gedreht, und enthält das Video einen gedrehten Clip, wird neu kodiert.
  • "Preview" (Vorschau) spielt den gekürzten Bereich ab; meldet sie, dass sie in diesem Browser nicht verfügbar ist, kommt der Clip trotzdem ins Video.

Eine Lautstärke pro Clip gibt es nicht. Um eine Aufnahme in Stücke zu zerlegen, nimm vorher den Video-Teiler.


Schritt 5 - Übergänge wählen

Zwischen je zwei Clips wählst du "No transition" (kein Übergang, voreingestellt), "Crossfade" (Überblendung von Bild und Ton) oder "Fade through black" (Schwarzblende: Ausblenden zu Schwarz und Stille, dann Einblenden). Für alle Stellen auf einmal wählst du eine Option unter "Every gap" (alle Übergänge) und klickst auf "Apply to all" (auf alle anwenden). "Transition length" (Übergangsdauer) mit 0.5 s, 1 s oder 1.5 s gilt für alle Übergänge und schrumpft, wenn ein Clip dafür zu kurz ist.

Jede Überblendung legt zwei Clips übereinander und kürzt das Video um die Übergangsdauer, die Schwarzblende dagegen nicht. Vier Clips mit je 10 s (40 s) ergeben:

Auswahl an allen 3 ÜbergängenGesamtlänge
Kein Übergang oder Schwarzblende40 s
Crossfade, 0.5 s38.5 s
Crossfade, 1 s37 s
Crossfade, 1.5 s35.5 s
Crossfade, 1 s, jeder Clip um 2 s gekürzt29 s

Schritt 6 - Bildformat, Einpassung und Qualität

  • "Frame shape" (Bildformat): Original (Form des ersten Clips, nach "Rotate"), 16:9 (Querformat), 9:16 (vertikal), 1:1 (quadratisch) oder 4:5 (Hochformat). Bei Original gehört der Clip mit der gewünschten Form an den Anfang.
  • "Fit" (Einpassen): "Letterbox (show the whole clip)" (ganzen Clip zeigen) füllt freie Fläche schwarz; "Crop to fill" (bildfüllend zuschneiden) skaliert den Clip, bis er das Bild bedeckt, und schneidet ihn zentriert zu.
  • "Quality" (Qualität): Auto, 1080p oder 720p; 4K nur in Desktop-Browsern, deren Encoder 4K-Unterstützung meldet. Die Zahl gibt die kurze Seite an: 1080p bei 9:16 sind 1080 x 1920. Auto nimmt bei Original die Auflösung des ersten Clips, sonst die kurze Seite des größten Clips - in beiden Fällen nie mehr als 1080.

Hochformat-Handyclips mit gespeicherter Drehinformation kommen aufrecht heraus.


Schritt 7 - Hintergrundmusik (optional)

"Add music" (Musik hinzufügen) akzeptiert jede Audiodatei, die der Browser dekodieren kann, etwa MP3, M4A/AAC, WAV, OGG, Opus oder FLAC, und mischt sie unter den Clip-Ton:

  • "Music volume" (Musiklautstärke): 0 bis 100 %, voreingestellt 80 %.
  • "Clip audio while music plays" (Clip-Ton unter der Musik): Keep (behalten, 100 %), Lower (leiser, 25 %, voreingestellt) oder Mute (stumm, 0 %), für alle Clips.
  • "Loop music if it is shorter than the video" (Musik wiederholen, wenn kürzer): standardmäßig an.
  • "Fade music out at the end" (Musik am Ende ausblenden): standardmäßig an, über 2 Sekunden.

"Remove music" (Musik entfernen) nimmt sie wieder heraus.


Schritt 8 - die Zeile "Output:" prüfen

Die Zeile "Output:" nennt das Format vor dem Zusammenfügen, etwa "Output: MP4 (H.264 + AAC)" oder "Output: WebM (VP9 + Opus) - this browser cannot encode H.264" (dieser Browser kann kein H.264 kodieren). "Format" legt den Dateityp fest: "Auto (best for this browser)" nimmt MP4 (H.264), wenn der Browser es kodieren kann, sonst WebM; alternativ wählst du "MP4 (H.264)", "WebM (VP9)" oder "WebM (AV1)" - was dieser Browser nicht kodieren kann, ist ausgegraut, und der Kompatibilitätsmodus erzeugt immer MP4 (H.264). Vorab warnt das Tool bei großer geschätzter Ausgabe: über etwa 1.5 GB bei der Kodierung im Browser oder rund 500 MB Eingabe insgesamt im Kompatibilitätsmodus am Desktop, auf Handys weniger.


Schritt 9 - "Merge videos" klicken, Tab offen lassen

Nach dem Klick erscheinen Fortschrittsbalken, Prozentwert, Restzeit-Schätzung, aktueller Schritt, Verfahrensanzeige und "Cancel" (Abbrechen). Wo Screen Wake Lock unterstützt wird, bittet das Tool den Browser, den Bildschirm aktiv zu halten; außerdem erinnert es dich, den Tab offen zu lassen. Das Verfahren wählt es automatisch:

AnzeigeLäuft, wennTempoAusgabe
"Lossless join - no re-encode" (verlustfrei, ohne Neukodierung)Clips stimmen überein, keine BearbeitungIn der Regel SekundenKein Qualitätsverlust; MP4 bei H.264 oder HEVC, WebM bei VP8, VP9 oder AV1
"Encoding in your browser (WebCodecs)" (Kodierung im Browser)Alle anderen FälleIn Tests auf einem neueren Laptop weniger als die Videolänge; auf älteren oder leistungsschwachen Geräten langsamerMP4 (H.264), sonst WebM; bis 60 fps
"Compatibility mode (slower)" (Kompatibilitätsmodus, langsamer)Kein WebCodecs, ein für WebCodecs nicht dekodierbarer Codec, ein Container wie AVI oder ein Fehler des WebCodecs-EncodersLangsamer - Single-Thread-FFmpeg in WebAssembly; in manchen Browsern ein Vielfaches der VideolängeMP4 (H.264 + AAC); höchstens 720p (kurze Seite) und 30 fps

Schritt 10 - herunterladen, erneut zusammenfügen oder neu beginnen

Es erscheinen eine abspielbare Vorschau, "Download merged video" für eine Datei wie merged-3-clips.mp4 (oder .webm) und eine Zusammenfassung (Clip-Anzahl, Dauer, Auflösung, Größe, Verfahren). "Merge again" (erneut zusammenfügen) behält Clips und Einstellungen für einen weiteren Durchlauf, etwa eine 9:16-Fassung nach der 16:9-Fassung. "Start over" (neu beginnen) leert alles - lade also vorher herunter: Danach und nach dem Schließen des Tabs ist nichts mehr gespeichert.


Fehlerbehebung

Die Anzeige meldet "Compatibility mode (slower)"

Ein Auslöser aus der Tabelle in Schritt 9 greift, etwa HEVC-Clips in Chrome ohne Hardware-Decoder für HEVC oder jedes Zusammenfügen in Firefox für Android, dem WebCodecs fehlt. Muss es schnell gehen, brich mit "Cancel" ab und nimm einen anderen unterstützten Browser oder wandle die betroffenen Clips vorher im Browser mit dem HD-Video-Konverter um.

Ein Clip lässt sich nicht lesen oder dekodieren

Das rote Feld nennt Clip und Grund, etwa einen in diesem Browser nicht unterstützten Codec oder eine unlesbare Datei. Prüfe, ob die Datei anderswo abspielbar ist und vollständig kopiert wurde; DRM-geschützte Videos lassen sich nicht zusammenfügen. Sonst entferne die Karte mit "Remove" oder nimm einen anderen Browser.

Das Zusammenfügen dauert lange

Das Tempo hängt von Gerät und Browser ab (siehe Tabelle in Schritt 9). Schneide unnötiges Material weg und schließe rechenintensive Apps.

Dem Browser geht der Speicher aus

Die Grenze hinter der Warnung aus Schritt 8 ist der Arbeitsspeicher des Geräts, kein Server-Limit. Meldet das rote Feld zu wenig Speicher, schließe andere Tabs, kürze oder streiche Clips, wähle 720p (weniger als halb so viele Pixel wie 1080p) oder nimm einen Computer statt des Handys.

Auf dem Handy pausiert oder stoppt das Zusammenfügen

Lass den Tab geöffnet und im Vordergrund, bis "Download merged video" erscheint: Schließt du ihn, bricht das Zusammenfügen ab, und manche Browser pausieren Tabs im Hintergrund, wovor das Tool warnt.

Die Datei ist WebM statt MP4

Die Kodierung im Browser versucht zuerst H.264 in MP4, dann VP9, AV1 und VP8 in WebM; auch verlustfreies Zusammenfügen kann WebM liefern (siehe Schritt 9). Für MP4 wähle vor dem Zusammenfügen bei "Format" die Option "MP4 (H.264)"; ist sie ausgegraut, nimm einen anderen unterstützten Browser oder wandle das Ergebnis im Browser mit dem HD-Video-Konverter in MP4 um.


Häufige Fragen

Wann bleibt beim Zusammenfügen die Originalqualität erhalten?

Nur beim verlustfreien Zusammenfügen, das die Originaldaten kopiert. Dafür brauchen alle Clips denselben Video-Codec, dieselben Codec-Einstellungen, dieselbe Auflösung, dieselbe gespeicherte Drehinformation und dasselbe Audioformat (oder keiner hat Ton). Außerdem gilt: kein Kürzen, kein Stummschalten, kein Drehen, kein Übergang, keine Musik, "Frame shape" auf Original und "Quality" auf Auto. Alles andere wird neu kodiert - mit hoher Qualitätseinstellung, aber verlustbehaftet und nicht bitgenau.

Kann ich Titel, Text oder Zeitlupe hinzufügen?

Nein - Text, Titel, Sticker, Untertitel, Filter, Effekte, Keyframes, Voice-over und Tempoänderungen gibt es nicht. Für Text, Untertitel, Effekte oder Keyframes klickst du auf "Edit in Video Editor": Die Clips öffnen sich mit Kürzungen, Drehung, Stummschaltung und Musik in einem neuen Tab im mehrspurigen Video-Editor.

Warum sehen meine HDR-Clips nach dem Zusammenfügen anders aus?

HDR- und 10-Bit-Clips werden in Standard-8-Bit (SDR) umgewandelt, daher können die Farben anders wirken als bei der ursprünglichen HDR-Wiedergabe. Kommt es auf Farben an, prüfe vor dem Download die Vorschau aus Schritt 10.

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